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Weiterführende Schulen
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Familienhandbuch
(Welche Schule ist die richtige für mein Kind?)

FAQ - Schullaufbahnempfehlung (PDF)
(Fragen und Antworten zur Schullaufbahnempfehlung)


Schullaufbahnempfehlung

Liebe Eltern der 4. Klassen,

nach diesem Schuljahr, dem letzten in der Grundschule, wird Ihr Kind auf eine weiterführende Schule wechseln. In unserer Gemeinde sind dies die Hauptschule Uetze, die Realschule Uetze und das Gymnasium Uetze. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Ihr Kind auf einer Schule in freier Trägerschaft (z.B. Freie Waldorfschule,..) oder an einer IGS anzumelden. Diese Angebote werden jedoch nicht in der Gemeinde Uetze vorgehalten. In jedem Fall erhält Ihr Kind von uns eine Schullaufbahnempfehlung, die sich auf einen Zweig des dreigliedrigen Schulsystems bezieht.

Es gibt also Empfehlungen für die Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium. Diese Schullaufbahnempfehlung ist für Sie als Eltern nicht bindend, Sie sind frei in der Wahl der Schulform für Ihr Kind. Die Grundschule hat die Aufgabe Ihnen bei dieser Entscheidung beratend zur Seite zu stehen.


Am Donnerstag, d. 4.11.2010 um 19.30 Uhr, findet zu dieser Thematik ein Informationsabend in der Aula der Grundschule am Storchennest statt. Am Mittwoch, d. 10.11.2010 bieten die drei Uetzer Schulen eine Informationsveranstaltung an. Während es in der Veranstaltung der Grundschule mehr um die Fragen der Empfehlung geht, werden die Kolleginnen und Kollegen der weiterführenden Schulen den Schwerpunkt der Beratung auf die spezifischen Unterschiede und Anforderungen der verschiedenen Schulformen und auf die Bildungsabschlüsse legen.

Mit den Halbjahreszeugnissen im Januar erhält Ihr Kind dann auch eine Mitteilung über eine vorläufige Schullaufbahnempfehlung, also eine Trendmitteilung. In dieser Zeit bieten wir einen gesonderten Sprechtag für die Eltern und Kinder der 4. Klassen an, um mit Ihnen gemeinsam die Grundlagen für eine Schullaufbahnempfehlung zu erörtern. Neben den schulischen Leistungen bilden das Arbeits- und Sozialverhalten, die Lernentwicklung in der Grundschule, Einsatzbereitschaft und Motivation des Kindes und auch die Beobachtungen und Eindrücke der Eltern die Basis für eine Empfehlung.

Die Schullaufbahnempfehlung wird dann mit dem Zeugnis am Ende der vierten Klasse ausgegeben. Dies geschieht ca. zwei Wochen vor Ende des Schuljahres, damit Sie noch ausreichend Zeit haben, Ihr Kind an der ausgewählten Schule anzumelden. Auch hier bietet die Grundschule wieder eine Beratung an. Da in vielen Familien der Entschluss zu diesem Zeitpunkt bereits fest steht, wird von vielen eine Beratung nicht mehr benötigt. Wir bieten daher im Einzelfall bei Bedarf gern eine weitere individuelle Beratung an, verzichten jedoch auf einen allgemeinen Sprechtag. Die Klassen- und Fachlehrer sind jedoch jederzeit bereit, Ihnen bei Fragen zur Schulaufbahnempfehlung beratend zur Seite zu stehen.

Im Folgenden erhalten Sie noch einen tabellarischen Überblick über den zeitlichen Ablauf sowie Hinweise und Gedanken, die bei der Entscheidung über die Schullaufbahn hilfreich sein können.

 

Schullaufbahnempfehlung - zeitlicher Ablauf

04.11.2010 Info-Veranstaltung in der Grundschule

10.11.2010 Info-Veranstaltung der weiterführenden Schulen

Januar 2011 Beratungsgespräche zur Schullaufbahnempfehlung

28.01.2011 Ausgabe der Zeugnisse und der vorläufigen Empfehlung zur Schullaufbahn

17.06.2011
Ausgabe der Zeugnisse und der Schullaufbahnempfehlungen

 

Empfehlungen im Internet:

Walter Kowalczyk/Klaus Ottich: Welche Schule ist die richtige für mein Kind
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Schule/s_1169.html

Nds. Kultusministerium: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schullaufbahnempfehlung und zum Übergang auf eine weiterführende Schule
http://www.mk.niedersachsen.de/download/4509

 

Beobachtungsmöglichkeiten für Eltern

Fähigkeiten, die für den erfolgreichen Besuch einer weiterführenden Schule wichtig sein können.

1. Wie fasst mein Kind Neues auf?

Je mehr ein Kind in einer weiterführenden Schule lernen muss. Desto besser muss die Auffassungsgabe sein, um den Lernstoff aufnehmen zu können.

• Wie schnell versteht es Anweisungen für häusliche Tätigkeiten oder Besorgungen?
• Findet es selbständig Lösungen für Probleme, die im alltäglichen Leben auftreten?
• Kann es Neues mit schon Bekanntem in Verbindung bringen?
• Wie viel Hilfe braucht es, um neuen Stoff aus der Schule (z.B. Sachaufgaben in Mathematik) umsetzen zu können?

2. Wie gut ist das Gedächtnis meines Kindes?

Die Merkfähigkeit des Gedächtnisses ist bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt.

• Wie schnell lernt bzw. lernt es auswendig (Gedichte, Liedtexte, Monatsnamen, Alphabet, Einmaleins)
• Wie gut kann es das Gelernte nach längerer Zeit wiedergeben?
• Wie viel Übung benötigt es zum Erlernen neuen Stoffes? (Rechtschreiben, Rechenvorgänge)
• Wie viel kann es vom Unterricht in Sachkunde, von Lesetexten u.Ä. zu Hause erzählen.

3. Welchen sprachlichen Entwicklungsstand hat mein Kind?

Je nach Schulart steht entweder das anschauliche-praktische Lernen oder das Lernen über die Sprache im Vordergrund. Besonders am Gymnasium werden hohe Anforderungen an die Sprachfähigkeit gestellt. Der Stand der Sprachentwicklung in der 4. Klasse lässt auch Rückschlüsse auf das Erlernen der Fremdsprache zu.

• Wie erklärt das Kind Sachverhalte? Verwendet es dabei passende Begriffe?
• Wie erzählt es von Erlebnissen?
• Wie gut liest das Kind vor?
• Wie berichtet es von gelesenen/im Fernsehen gesehenen Geschichten oder Ereignissen?
• Wie sicher schreibt es? (Rechtschreibung, richtiger Satzbau, richtige Grammatik, passende Wortwahl?
• Wie flüssig und leserlich schreibt es?

4. Wie lernt und arbeitet mein Kind?

Ein angemessenes Arbeitsverhalten ist mitentscheidend für den Schul- und
Berufserfolg. Die Begabung allein ist keine Garantie für einen guten Schulabschluss.
• Wie selbständig arbeitet Ihr Kind?
• Wie ausdauernd kann es bei einer Arbeit bleiben?
• Wie zuverlässig erledigt es Aufgaben?
• Wie sorgfältig arbeitet es?
• Wie geht es mit Arbeitsmaterial um?

5. Wie konzentrationsfähig ist mein Kind?
Von der Konzentrationsfähigkeit hängt es ab, wie lange ein Kind im Unterricht „bei der Sache" bleiben und mitlernen kann und in welcher Zeit es beispielsweise Übungsaufgaben in der Schule oder zu Hause erledigt. Die altersgemäße Konzentrationszeit in der 4. Klasse beträgt ca. 25 Minuten.

• Wie lange bleibt das Kind bei der Sache? (Spiel, Zuhören bei Geschichten, Hausaufgaben)
• Wie reagiert es beim Spiel oder Arbeiten auf Störungen? (Ablenkbarkeit)
• Kann es auch „langweilige" Aufgaben konzentriert erledigen?

6. Wie verhält sich mein Kind in der Gemeinschaft?

Das Lernen hängt stark vom Wohlbefinden in der Gemeinschaft ab. Sowohl Kontaktängste (z.B. Angst vor neuen Lehrkräften) als auch Anpassungsschwierigkeiten (z.B. ständiger Streit mir anderen Kindern) erschweren das Lernen.

• Wie sind die Kontakte zu Kindern in der Nachbarschaft und in der Klasse?
• Wie knüpft es Kontakte zu Erwachsenen?
• Wie verhält es sich in besonderen Situationen? (Festen im Bekannten- und Verwandtenkreis, im Urlaub)
• Wie sicher beherrscht es übliche Höflichkeitsformen? (grüßen, etwas erbitten, sich bedanken, sich entschuldige, nachfragen)

7. Wie belastbar ist mein Kind?

Die neuen Bedingungen an der weiterführenden Schule (Bus fahren, größere Schule und Klassen, mehr Lehrkräfte, zusätzliche Fächer) stellen hohe Anforderungen an die körperliche und seelische Belastbarkeit. Überlastung kann zu körperlichen Symptomen oder Verhaltensauffälligkeiten und damit zu Lernerschwernissen bei Ihrem Kind führen.

• Welche Reaktionen zeigt es vor besonderen Ereignissen? (Wettkämpfen in Sportvereinen, vor Theater- oder musikalischen Auftritten, vor größeren Reisen, Klassenarbeiten)
• Wie stabil ist die Gesundheit?
• Wie groß ist das Durchhaltevermögen? (z.B. bei körperlicher Anstrengung, beim Üben eines Musikinstruments)

Berücksichtigen Sie Ihre Beobachtungen besonders, wenn Ihr Kind im Grenzbereich zwischen zwei Schulformen liegt. Versuchen Sie abzuwägen, ob Ihr Kind mit den höheren Anforderungen umgehen kann, oder ob es sinnvoller erscheint, durch
geringere Anforderungen notwendige Erfolgserlebnisse zu vermitteln und von daher Motivation aufzubauen.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 01. Oktober 2010