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SchullaufbahnempfehlungLiebe Eltern der 4. Klassen, Es gibt also Empfehlungen für die Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium. Diese Schullaufbahnempfehlung ist für Sie als Eltern nicht bindend, Sie sind frei in der Wahl der Schulform für Ihr Kind. Die Grundschule hat die Aufgabe Ihnen bei dieser Entscheidung beratend zur Seite zu stehen.
Mit den Halbjahreszeugnissen im Januar erhält Ihr Kind dann auch eine Mitteilung über eine vorläufige Schullaufbahnempfehlung, also eine Trendmitteilung. In dieser Zeit bieten wir einen gesonderten Sprechtag für die Eltern und Kinder der 4. Klassen an, um mit Ihnen gemeinsam die Grundlagen für eine Schullaufbahnempfehlung zu erörtern. Neben den schulischen Leistungen bilden das Arbeits- und Sozialverhalten, die Lernentwicklung in der Grundschule, Einsatzbereitschaft und Motivation des Kindes und auch die Beobachtungen und Eindrücke der Eltern die Basis für eine Empfehlung.
Schullaufbahnempfehlung - zeitlicher Ablauf04.11.2010 Info-Veranstaltung in der Grundschule
Empfehlungen im Internet:Walter Kowalczyk/Klaus Ottich: Welche Schule ist die richtige für mein Kind
Beobachtungsmöglichkeiten für ElternFähigkeiten, die für den erfolgreichen Besuch einer weiterführenden Schule wichtig sein können.1. Wie fasst mein Kind Neues auf? Je mehr ein Kind in einer weiterführenden Schule lernen muss. Desto besser muss die Auffassungsgabe sein, um den Lernstoff aufnehmen zu können. • Wie schnell versteht es Anweisungen für häusliche Tätigkeiten oder Besorgungen? • Findet es selbständig Lösungen für Probleme, die im alltäglichen Leben auftreten? • Kann es Neues mit schon Bekanntem in Verbindung bringen? • Wie viel Hilfe braucht es, um neuen Stoff aus der Schule (z.B. Sachaufgaben in Mathematik) umsetzen zu können? 2. Wie gut ist das Gedächtnis meines Kindes? Die Merkfähigkeit des Gedächtnisses ist bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt.• Wie schnell lernt bzw. lernt es auswendig (Gedichte, Liedtexte, Monatsnamen, Alphabet, Einmaleins) • Wie gut kann es das Gelernte nach längerer Zeit wiedergeben? • Wie viel Übung benötigt es zum Erlernen neuen Stoffes? (Rechtschreiben, Rechenvorgänge) • Wie viel kann es vom Unterricht in Sachkunde, von Lesetexten u.Ä. zu Hause erzählen. 3. Welchen sprachlichen Entwicklungsstand hat mein Kind? Je nach Schulart steht entweder das anschauliche-praktische Lernen oder das Lernen über die Sprache im Vordergrund. Besonders am Gymnasium werden hohe Anforderungen an die Sprachfähigkeit gestellt. Der Stand der Sprachentwicklung in der 4. Klasse lässt auch Rückschlüsse auf das Erlernen der Fremdsprache zu. • Wie erklärt das Kind Sachverhalte? Verwendet es dabei passende Begriffe? • Wie erzählt es von Erlebnissen? • Wie gut liest das Kind vor? • Wie berichtet es von gelesenen/im Fernsehen gesehenen Geschichten oder Ereignissen? • Wie sicher schreibt es? (Rechtschreibung, richtiger Satzbau, richtige Grammatik, passende Wortwahl? • Wie flüssig und leserlich schreibt es? 4. Wie lernt und arbeitet mein Kind? Ein angemessenes Arbeitsverhalten ist mitentscheidend für den Schul- und Berufserfolg. Die Begabung allein ist keine Garantie für einen guten Schulabschluss. • Wie selbständig arbeitet Ihr Kind? • Wie ausdauernd kann es bei einer Arbeit bleiben? • Wie zuverlässig erledigt es Aufgaben? • Wie sorgfältig arbeitet es? • Wie geht es mit Arbeitsmaterial um? 5. Wie konzentrationsfähig ist mein Kind? Von der Konzentrationsfähigkeit hängt es ab, wie lange ein Kind im Unterricht „bei der Sache" bleiben und mitlernen kann und in welcher Zeit es beispielsweise Übungsaufgaben in der Schule oder zu Hause erledigt. Die altersgemäße Konzentrationszeit in der 4. Klasse beträgt ca. 25 Minuten. • Wie lange bleibt das Kind bei der Sache? (Spiel, Zuhören bei Geschichten, Hausaufgaben) • Wie reagiert es beim Spiel oder Arbeiten auf Störungen? (Ablenkbarkeit) • Kann es auch „langweilige" Aufgaben konzentriert erledigen? 6. Wie verhält sich mein Kind in der Gemeinschaft? Das Lernen hängt stark vom Wohlbefinden in der Gemeinschaft ab. Sowohl Kontaktängste (z.B. Angst vor neuen Lehrkräften) als auch Anpassungsschwierigkeiten (z.B. ständiger Streit mir anderen Kindern) erschweren das Lernen. • Wie sind die Kontakte zu Kindern in der Nachbarschaft und in der Klasse? • Wie knüpft es Kontakte zu Erwachsenen? • Wie verhält es sich in besonderen Situationen? (Festen im Bekannten- und Verwandtenkreis, im Urlaub) • Wie sicher beherrscht es übliche Höflichkeitsformen? (grüßen, etwas erbitten, sich bedanken, sich entschuldige, nachfragen) 7. Wie belastbar ist mein Kind? Die neuen Bedingungen an der weiterführenden Schule (Bus fahren, größere Schule und Klassen, mehr Lehrkräfte, zusätzliche Fächer) stellen hohe Anforderungen an die körperliche und seelische Belastbarkeit. Überlastung kann zu körperlichen Symptomen oder Verhaltensauffälligkeiten und damit zu Lernerschwernissen bei Ihrem Kind führen. • Welche Reaktionen zeigt es vor besonderen Ereignissen? (Wettkämpfen in Sportvereinen, vor Theater- oder musikalischen Auftritten, vor größeren Reisen, Klassenarbeiten) • Wie stabil ist die Gesundheit? • Wie groß ist das Durchhaltevermögen? (z.B. bei körperlicher Anstrengung, beim Üben eines Musikinstruments) Berücksichtigen Sie Ihre Beobachtungen besonders, wenn Ihr Kind im Grenzbereich zwischen zwei Schulformen liegt. Versuchen Sie abzuwägen, ob Ihr Kind mit den höheren Anforderungen umgehen kann, oder ob es sinnvoller erscheint, durch geringere Anforderungen notwendige Erfolgserlebnisse zu vermitteln und von daher Motivation aufzubauen. |
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 01. Oktober 2010 |

